Ende September 2026 trafen sich zum vierten Mal die Mitglieder von „Elevate the Line – Female Instructor Pilots“, einer weltweiten Gruppe von Frauen, die die Zukunft der Ausbildung von Pilotinnen und Piloten mitgestalten wollen.

Die Gruppe war bunt gemischt. Neben jungen und älteren Fluglehrerinnen aus der Berufsluftfahrt waren auch einige Fluglehrerinnen aus dem Bereich der General Aviation anwesend. Mehrere der Teilnehmerinnen waren Mitglieder der internationalen 99s. Insgesamt waren bei der Konferenz neun 99s dabei: Sieben waren persönlich nach Reykjavik gereist, zwei weitere nahmen online teil.
Neben einer sehr interessanten und oft richtig spannenden Konferenz in den Räumen von Icelandair hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, die überwältigende Gastfreundschaft der Pilotinnen von Icelandair zu genießen und in einem kurzen, aber intensiven Rahmenprogramm die Schönheiten Islands kennenzulernen.
Treffpunkt war am ersten Tag die Sky Lagoon am Rande von Reykjavik, ein großes, heißes Bad mit Bar, Sauna und Infinitypool mit Blick über den Atlantik. Anschließend trafen sich die Teilnehmerinnen in einem Restaurant am Hafen zum gemeinsamen Abendessen.

Der nächste Tag, der Donnerstag, war der Tagung gewidmet. Icelandair empfing uns in seinem neuen Verwaltungs- und Trainingszentrum, in dem wir zunächst einen Rundgang machen konnten. Für unsere Tagung wurden uns Besprechungsräume zur Verfügung gestellt, und zum Mittagessen waren wir zu Gast in der modernen Kantine. Die helle, offene Bauweise, die modern gestalteten Büros, die vorzügliche Küche, die Simulatoren und die Unterrichtsräume in unmittelbarer Nähe zur Verwaltung (ganz zu schweigen von dem guten Kaffee und dem Billardtisch) haben die Teilnehmerinnen schwer beeindruckt.

Nach einer Vorstellungsrunde, in der bereits ausführlich darüber diskutiert wurde, was eine gute Ausbildung ausmacht und was im Rahmen einer Ausbildung unbedingt vermieden werden sollte, nahmen sich die verantwortlichen Mitarbeiter von Icelandair die Zeit, uns ihre Gesellschaft und deren Ausbildungskonzept vorzustellen. Im weiteren Verlauf ging es dann um die Ziele und die Zukunft der FIP.
Am Nachmittag reisten wir weiter nach Húsafell, einem Ort mit einer weiträumigen Feriensiedlung und einem kleinen Flugplatz, circa zwei Stunden nordöstlich von Reykjavik. Dort waren wir Gast von Linda und weiteren Pilotinnen von Icelandair, deren Gastfreundschaft uns überwältigte. Wir wurden nicht nur zu einem wundervollen Buffet zum Abendessen und zum Frühstück eingeladen, wir durften sogar kostenlos in zwei Ferienhäusern (inklusive heißem Whirlpool) auf dem Gelände übernachten. Zum Abschluss des Tages ging es – bei leichtem Nieselregen – erst per Auto und dann zu Fuß zu einer heißen Quelle in einer Schlucht, in der wir alle gemeinsam Islands Naturschätze genießen konnten. Im angenehm warmen Wasser haben wir Themen wie Beurteilungsverfahren, Trainingsinhalte und Feedback-Gespräche besprochen. Das war eine ganz besondere Atmosphäre. Sogar ein Schimmer Nordlicht hat sich uns gezeigt.

Am nächsten Tag nahmen wir uns nach dem Frühstück noch einmal Zeit, die Ergebnisse des Vortages zu besprechen, für uns festzuhalten und Pläne für die zukünftige Arbeit zu schmieden. Zum Abschluss unseres Besuchs in Húsafell wanderte die Gruppe zu einer kleinen heißen Quelle, die den Unerschrockenen noch einmal Gelegenheit bot, sich abwechselnd im heißen Wasser aufzuwärmen und dann in den kühlen Fluten des Baches daneben abzukühlen.

Dann war es auch schon wieder Zeit, von den Kolleginnen von Icelandair Abschied zu nehmen. Nach einem letzten gemeinsamen Essen in Reykjavik flogen die Ersten am Abend wieder nach Hause.
Vielen Dank, Icelandair, vielen Dank, Linda, Sigrun, Inga und Sigrun! Und last but not least vielen Dank an Cordula Pflaum und Fatima Ginard-Aguilera, die das Treffen organisiert haben.
Das nächste Treffen wird bestimmt wieder so inspirierend.

Text: Ursula Hammer
