Das 19. Flugsicherheitstraining von 99s und VDP war in jeder Hinsicht ein großer Erfolg. Es haben nicht nur so viele Teilnehmerinnen mitgemacht wie noch nie, es reisten auch besonders viele Teilnehmerinnen mit dem Flugzeug an. Das Flugsicherheitstraining wurde 2007, vor fast zwanzig Jahren, von der Deutschen Sektion der 99s ins Leben gerufen und findet regelmäßig Anfang Oktober statt, seit 2010 in Kooperation mit der VDP (Vereinigung Deutscher Pilotinnen).

Das Flugsicherheitstraining hatte bis Oktober 2025 regelmäßig auf dem Flugplatz in Diepholz stattgefunden. Leider war das in diesem Jahr nicht mehr möglich, da der zivile Teil des Flugplatzes Diepholz seit Dezember 2025 geschlossen ist und das wohl auch so bleiben wird. Wir haben uns deshalb besonders gefreut, dass uns der benachbarte Flugplatz Damme die Möglichkeit gegeben hat, das Flugsicherheitstraining vom 2. bis 4. Oktober dort auszurichten, und dass wir dort herzlich aufgenommen wurden. Ganz besonderer Dank gilt dafür Maria Flerlage, die schon im Vorfeld geholfen hat und uns das ganze Wochenende tatkräftig unterstützte – als Flugleiterin, auch bei Nacht, als Fahrerin im Shuttledienst zu den Hotels, bei der Organisation des Essens oder wann immer Hilfe benötigt wurde.
Anflug der Teilnehmer (neun Fluglehrerinnen und drei Fluglehrer, 18 weibliche und vier männliche Trainees, 16 Flugzeuge) war am Freitagnachmittag. Der Freitag wurde dann auch schon für die ersten Trainingsrunden und für einige Starts und Landungen im Nachtflug genutzt. Verköstigt wurden wir „à la carte“ von dem netten Team des Flugplatzrestaurants „Fly Inn“. Das Abendessen war sehr lecker und viele haben sich vorgenommen, einfach mal wieder zum Essen in Damme vorbeizukommen.

Am Samstag ging es dann in Teams, meist eine Fluglehrerin und zwei Trainees, auf Tour durch den Norden. Jedes Team bestimmte seine Route und seine Ziele selbst, je nach Wünschen der Trainees. Einige flogen auf eine Nordseeinsel, ein Team bis nach Helgoland, andere übten das Einfliegen in die Kontrollzone eines kontrollierten Flughafens. Leider fiel Bremen dabei dieses Jahr aufgrund einer großzügig dimensionierten Sperrzone wegen der Feiern zum 3. Oktober aus. Dafür gab es natürlich die Möglichkeit, das Landen auf Grasplätzen oder auf kurzen Plätzen zu üben und jede Menge Airwork zu machen. Vereinbarter Treffpunkt war am frühen Nachmittag der Flugplatz Wilhelmshaven-Mariensiel, um dort gemeinsam eine kleine Pause zu machen, ggf. nachzutanken und nach einer Erfrischung und einem Pilotenwechsel weiterzufliegen. Die Pause im Restaurant „Überflieger“ am Flugplatz wurde dann aber zum Leidwesen der Pilotinnen und Piloten doch etwas länger als geplant, da das dortige Personal von dem sonnigen Wochenende und den vielen Besuchern sehr herausgefordert war. Aber nach ungefähr zwei Stunden hatten dann doch alle ihr Getränk und meistens auch eine Kleinigkeit gegessen.
Zwischen 18 und 19 Uhr waren wir dann alle wieder glücklich, erschöpft und hungrig in Damme, wo es ein Buffet mit leckeren Hähnchenschnitzeln, Nudelauflauf und abwechslungsreichen Beilagen gab, das uns alle wieder satt und zufrieden werden ließ. Die ganz Fleißigen konnten noch ein paar Platzrunden drehen oder nochmal Nachtflug trainieren. Und wie immer gab es auch die Möglichkeit, die Sprachprüfung zu erneuern oder neu abzulegen.
Nachdem sich am Sonntag der Nebel aufgelöst hatte, waren nochmal Trainingseinheiten möglich. Die meisten nutzten aber die Zeit, um die warmen Sonnenstrahlen auf der Terrasse zu genießen und die vergangenen Tage – und Jahre – im Kreis von Freunden noch einmal an sich vorüberziehen zu lassen.
Ohne den unermüdlichen Einsatz von Hetta Reinsch, Rosa Höltken, den ehrenamtlich mitmachenden Fluglehrerinnen und Fluglehrern, den beiden Sprachprüfern und den gastfreundlichen Fliegern in Damme, die uns ihren Vereinsraum zur Verfügung gestellt hatten, wäre diese Veranstaltung nicht möglich gewesen. Vielen Dank Euch allen! Ihr habt uns ein wundervolles Wochenende beschert, an dem wir sogar noch etwas dazulernen konnten.
Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!
Text: Ursula Hammer






